Sehr tiefes Schlagloch übersehen –> Motorrad auseinander gebrochen

Bilder Motorradschaden

Leider hat es mich gestern voll erwischt. Ich habe auf der Strecke zwischen Taldykogan und Ayagoz ein riesen Schlagloch übersehen. Dabei hat es die Maschine richtig zerlegt und die Heck-Rahmenbefestigung ist aus der Getriebeglocke herausgerissen worden. So ungefähr der schlimmste Fall.

Bin derzeit in einer Werkstatt und bei sehr sehr netten Kasachen und versuche den Schaden irgendwie zu beheben. Der Schaden ist so massiv, dass die Tour wahrscheinlich beendet ist. Aber mal sehen, in Zentralasien ist alles möglich … und Aufgeben ist irgendie nicht meine Stärke und wie hat Martin und Familie geschrieben, meine Betty hat hoffentlich mehr als ein Leben.

Melde mich dann demnächst wieder. Ach ansonsten geht es mir gut.

7 Gedanken zu „Sehr tiefes Schlagloch übersehen –> Motorrad auseinander gebrochen“

  1. Hallo Josef
    Hoffe, das Getriebe kann man irgendwie an anderen Punkten befestigen, wenn auch nicht TÜV-konform. Und das der Rest OK ist. Ich habe meine Myanmar tour nun anbezahlt!
    Wünsche Dir weiterhin Motivation, aber wenn es nicht mehr geht muss man halt Abstriche machen manchmal, das gehoert zur Abenteuerreise! Alles gute!

    1. Hi Carlos,
      hab das Motorrad wieder hinbekommen und bin bereits 680km weiter in Semey angekommen und entspanne mich gerade von den Ereignissen der letzten Tage. Die Lösung ist eine Adapterplatte von der Fußrastenbefestigung zu den Befestigungspunkten des Gepäckrahmens.
      Werde nach der längeren Fahrt einen intensiven Check der Maschine vornehmen, ob noch irgendwo versteckt ein Problemchen auf eine Lösung wartet.
      Aber ansonsten schnurrt sie wieder wie ein Kätzchen 🙂

  2. Hallo Josef,
    ich hoffe du hast dich bei der Aktion nicht auch noch körperlich verletzt. Das sieht ja schlimm aus.
    Ein Gussgehäuse kann man auch nciht mal eben schweißen… 🙁

    Verlass dich aber nicht auf Kabelbinder und Panzerband. 😉

    Ich drücke dir die Daumen, dass du eine Lösung findest!
    Dann gibt es hoffentlich noch weitere tolle Blogeinträge von dir (ausgenommen dieser und der andere Unfall. ).

    Grüße,
    Tobias

    1. Hallo Tobias,
      bin komplett unverletzt geblieben, außer das ich nach dem Desaser erst mal eine 1/4 Stunden neben mir gestanden habe und mich sortieren musste. Hatte irgendwie ganz locker auf dem Moped gesessen und hab den Schlag dadurch nicht in den Körper abgekriegt.

      Tja, dann gings darum, wie kann ich das Motorrad bergen … und irgendwo hintransportieren … Ist ja alles nicht so einfach, da ich ja nur wenig Russisch spreche. Aber die Situation spricht ja Bände bzw. Hände und Füße helfen, die Situation klar zu machen.

      Bzgl. Panzerband und Kabelbinder: In Zentralasien wird nur mit massiven Stahlplatten (Panzerplatten gearbeitet, muss doch halten 🙂 ) und Schweißgerät hantiert.

  3. Hey Josef,
    was machst Du für Sachen mit der armen Betty?
    Und Du bist dabei nicht über den Lenker geflogen?
    Und die Räder sind auch rund geblieben?

    Ich drück Dir alle Daumen, dass man das irgendwie wieder zusammen schweißen kann. Das muss einfach klappen!

    Liebe Grüße
    Otmar

    1. Hallo Otmar,
      ist irgendwie blöd gelaufen. Hatte ein hohes Tagesziel von rund 800km und hab dann zu viel am Gas gezogen. Eigentlich war es kein Schlagloch, sondern eine doppelte Bodenwelle direkt hintereinander. Die erste Welle hat den Federweg auf 0 = gesetzt und die zweite ist dann massiv zur Sache gegangen. Der Schlag war so hart, das ich sogar danach den Motor nicht mehr starten konnte, da das Relais vom Anlasser aus der Fassung (Sicherungskasten) geflogen ist.
      Was ich gar nicht verstanden habe, dass die Räder noch rund sind … Speichenfelgen können wahrschein doch ganz schön was ab …
      … und schön, dass du mir so die Daumen drückst 🙂

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