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Reisevortrag „Abenteuer Seidenstrasse 2016“ in Hameln

Am 21.9.2017 habe ich im Breckehof in Hameln über meine Abenteuerreise „Seidenstrasse 2016“ einen multimedialen Vortrag gehalten.

Ca. 85 Zuschauer waren zugegen und haben den Vortrag mit großem Beifall und einer Spende in Höhe von 570€ belohnt!!!

Damit sind inzwischen 5616,-€ Spenden für das Projekt gegen Kinderarbeit und für Frauenrechte in Indien zusammen gekommen.
An alle Spender möchte ich hier noch mal ein ganz großes Dankeschön aussprechen.

Wer sich über das Spendenprojekt weiter informieren möchte, findet hier weitere Informationen dazu.

59. Tesch Treffen in Belgien (2017)

Zum letzten Wochenende im April geht’s auf nach Belgien zum diesjährigen Tesch Treffen.

Die Anfahrt mit ca. 390km über kleinere Landstraßen sind gut zu machen. Nur das Wetter mit Temperaturen zwischen 5-10° ist eine kleine Herausforderung. Gegen 19:00 erreichen Merlin, Philipp und ich den Campingplatz. Die kleine Flussdurchfahrt haben wir alle unbeschadet überstanden 🙂 .

Schnell ist das Zelt aufgebaut und alles für die kommende Nacht hergerichtet.

Gegen 20:00 brennt ein großes Lagerfeuer und der Reise- und Erfahrungsaustausch beginnt … . Da ich mittlerweile zum 4x auf diesem Treff bin, sehe ich einige bekannte Gesichter wieder und wir freuen uns alle auf gemütliche Stunden über gemeinsame Interessen, nämlich das Reisen und alles was damit zusammen hängt …

Am Samstagmorgen muss ich staunen, heute Nacht war es runde -4° und dementsprechend Eis auf dem Zelt und dem Motorrad.

Am Samstag treffen wir uns alle im nahegelegenen Hünningen im Dorfgemeinschaftshaus, zu verschiedenen Reisevorträgen mit einem Rahmenprogramm von Bernd.

Dieses Jahr kann ich mich auch einbringen mit einem Vortrag über meine Reise „Abenteuer Seidenstraße 2016“.

Meinem Spendenaufruf gegen Kinderarbeit und für Frauenrechte in Indien sind viele gefolgt und es ist eine schöne Summe von 474€ zusammen gekommen. Wow, jetzt habe ich das Spendenziel von 5.000€ erreicht … Noch mal an alle Spender ein herzliches Dankeschön.

Über das gesamte Wochenende haben wir Glück und können die Sonne und gutes Wetter genießen. Rückblickend kann ich nur wieder sagen, es war ein tolles Treffen und es hat sich gelohnt!

Weitere Visa sind erteilt, hurra

Der Plan und die Logistik scheint aufzugehen.
Inzwischen habe ich das Visum für Russland, China, Pakistan und Indien erteilt bekommen.

Klasse Job der Visa Agentur Spomer in Deutschland. Dadurch habe ich keine Lauferei während meiner Reise und muss nicht in irgendwelchen Ländern an den entsprechenden Botschaften ein Visum beantragen.
Die Pässe wurden/werden mir per DHL Express an meine Wunschadresse nachgeschickt. DHL Express, damit der Status der Lieferung nachverfolgt werden kann.

Jetzt fehlt mir nur noch das Myanmar Visum. Dies wird leider erst 50 Tage vor Eintritt erteilt.
Das Visum für Nepal kann ich direkt an der Grenze zu Nepal ohne Probleme bekommen.

Zweite kleine Reperatur

Hab festgestellt, dass an meinem Helm, ein Arai Tour-X4, sich das Pinlock gelöst hat. Wie das passieren konnte, ist mir allerdings unklar. Hab das Visier zerlegt und gereinigt. Trotzdem ist das Pinlock jetzt verkratzt, hm.

Gelernt: Es ist doch ganz gut wenn man sich mit dem Helm- und Klappmechanismus einigermaßen auskennt. Was mir aber doch fehlt, ist Silikonfett, um das Scharnier nachzufetten. Egal, werde Balistol Öl nutzen und mir ein neues Visier mit Pinlock nach Zentralasien nachschicken lassen, man kann ja nie wissen.

Erste kleine Optimierungen

  1. Schalthebel umgestellt
    Mit der Schaltung komme ich schlecht zurecht, der erste Gang läßt sich z. T. schwer einlegen oder springt bei der Anfahrt heraus.
    In Istanbul nehme ich mir die Zeit und schaue mir den Schalthebel genauer an. Nach weiterer Justierung des Schaltgestänges passt es jetzt perfekt. Der erste Gang läßt sich sauber einlegen und auch mein Enduro Stiefel passt jetzt besser zwischen Fußraste und Schalthebel zum rauf und runter schalten. Bin sehr zufrieden.

    Schaltheben

  2. Federvorspannung vom hinteren Fahrwerk erhöht
    Die Federvorspannung reicht bei der Beladung nicht aus und das Fahrwerk schlägt ganz leicht durch. Nach der Erhöhung der Vorspannung liegt die Maschine prima auf der Straße und läßt sich viel besser fahren.

    Wilbers Federbein

Auf meiner Tour wird es sicher noch die ein oder andere Optimierung geben müssen. Aus der Erfahrung meiner letzten großen Tour 2011 habe ich gelernt, solche „Kleinigkeiten“ gleich näher zu untersuchen und Abhilfe zu schaffen.

Das Abenteuer beginnt

Heute ist der große Tag und die Reise beginnt. Mal schauen was draus wird und wie weit ich komme?

Zum Start bzw. zum Abschied sind die Familie, Kinder und Enkelkinder,  Freunde und Arbeitskollegen gekommen. Einige sogar mit dem Motorrad, um mich ein Stück zu begleiten. Das alles macht den Einstieg auf der einen Seite schwer, aber anderseits erleichtert es den Einstieg ungemein.

Mit einem kleinen Frühstück mit Brötchen, Tee und Kaffee verfliegt die Zeit und um 9:30 klettere ich auf mein Bike mit etwas weichen Knieen und kopfendem Herzen.

Am ersten Tag fahren wir, Egon, Manfred und ich bis nach Bischofsgrün, am Ochsenkopf im Fichtelgebirg. Wir kommen trotz sehr schlechten Wetteraussichten ohne Regen durch. Das Hotel haben wir auf Empfehlung von Armin gefunden. Klasse Tipp, sogar für die Motorräder gab es Garagen, das Essen war sehr gut und alles zum ordentlichen Preis.

Die letzten Tage vor dem Start

Die letzten Tage vor Reisebeginn sind immer noch vollgepackt mit den Vorbereitungen am Motorrad (USB Ladestation für das Smartphone, Getriebeentlüftung bei Wasserdurchfahrten höher legen, Schalthebeloptimierung wegen Endurostiefel …) und dem Gepäckraum am Motorrad vergrößern …

Motorrad bepackt (overloaded):

Medizinische Versorgung und Reiseapotheke:
Vom Hustensaft über Augentropfen, Schmerzmittel, Antibiotika, Medizin gegen Durchfall, Balsam gegen Muskelkaterund Verspannung … wird alles zusammengestellt und fein säuberlich verpackt und beschriftet, damit nachher unter Streß das Suchen im Bedarfsfall möglichst unterbleibt. Da meine Frau sich recht gut mit der Homöopathie auskennt, wird die Reiseapotheke auch damit ergänzt incl. einem kleinem Lexikon, wann ist was hilfreich.

Das Packen:
Beim Packen kann ich auf einge Erfahrung aus der Vergangenheit  zurückgreifen, aber dieses Mal will es nicht so recht von der Hand gehen. Irgendwie spielt mir das Reisefieber einen Streich und es dauert viel länger als erwartet. Wo werden Werkzeug und die Ersatzteile untergebracht, wo die Regensachen, wo die Lebensmittel und die Medizin … ? Aber meine Frau hilft mir mal wieder mit Übersicht. Nachdem alles verstaut ist, habe ich deutlich das Gefühl, dass ich viel zu viel dabei habe. 2011 hatte ich fast nur den halben Gepäckraum und bin trotzdem ganz gut über die Runden gekommen. Es fehlt mir an der Zeit, noch mal alles auszupacken und konsequent auszusortieren. Aber die Verschiebung des Abfahrtszeitpunktes steht nicht zur Debatte. Viele Reisen scheitern nur daran, das sie nicht beginnen

Einerart auch ganz angenehm, dass die letzten Tage so voll gepackt sind, dadurch tritt keine Langeweile auf, aber andererseits ist das Gefühl vorhanden, es ist nicht alles vorbereitet.

Nachtrag:
Am Tag der Abreise nach einigen Kilometern musste ich leider feststellen, dass die Gepäckrollen unterhalb des Koffers den Neigungswinkel in der Kurvenfahrt doch zu sehr einschränken.
Am zweiten Tag nehme ich mir dann doch die Zeit und sortiere ordentlich durch und gebe Egon die aussortierten Sachen mit nach Hause. Auch die Gepäckrollen unterhalb der Koffer können nicht bleiben und werden anders verpackt. Jetzt macht das Kurvenwetzen wieder richtig Spaß und zudem ist die notwendige Reserve für kritische Verkehrssituationen wieder hergestellt.

Enduro Training

Nach dem vielen Paperwork wieder Handfestes zu unternehmen, darauf habe ich mich schon die ganzen letzten Tage gefreut.

Gestern war ich dann für einen ganzen Tag im BMW Enduropark in Hechlingen zum Einzeltraining.

Der Schwerpunkt meines Trainings liegt auf Tiefsandfahren und Wasserdurchfahrten, um mich speziell auf die Herausforderungen in der Mongolei vorzubereiten. Vorweg gesagt, ich bin ganz auf meine Kosten gekommen. Der Enduropark bietet praktisch die ganze Palette an  Trainingsmöglichkeiten, die fürs Offroad Fahren wichtig sind.

Mein Instruktor heißt Manuel und ist Crossrennfahrer in Österreich gewesen. Nach der Begrüßung steigen wir sofort ins Training ein. Ich habe für den heutigen  Tag eine R1200GS Adventure mit 125PS gebucht, Power mehr als genug. Um 15:30 bin ich sehr zufrieden mit mir und restlos platt. Das war ein richtig tolles Training, von engen Kurvenfahren auf groben Schotter, engen Spitzkehren bergauf und bergab, Tiefsandfahren, Trailpfade passieren, enge Fahrrinnen durchfahren, Bergen der Maschine am Steilhang und Kiestiefbett fahren (simulierte Flußdurchfahren) war alles dabei. Für die Kenner, der Ho Chi Minh Pfad in beiden Richtungen und der Grenzpfad waren natürlich auch dabei. Manuel hat mich da abgeholt, wo heute meine Möglichkeiten waren und mich Stück für Stück auf die Herausforderungen vorbereitet. Super gemacht. Einige Male habe ich „verweigert“, aber dank Manuels weiteren Heranführungen die Blockaden überwunden. Ist schon irre, was so alles „geht“ wenn man die Technik verstanden hat und sich mental traut. Manuel, vielen Dank.

Ersatzteile nach Kirgisien vorgeschickt

Es sieht zwar recht cool aus, mit Ersatzreifen auf dem Motorrad unterwegs zu sein, aber es macht auch Probleme beim Gewicht und Schwerpunkt des Bikes. Auch die ganzen Straßenkarten ab Kasachstan bis nach Thailand und das Reparaturbuch habe ich ins Paket verstaut, um wertvollen Stauraum auf dem Motorrad zu sparen.

Deshalb habe ich ein Ersatzteilpaket zusammengestellt und per DHL nach Konstanz aufgegeben.

Die Muztoo Motorrad Reiseagentur aus Osh übernimmt dieses Paket in Konstanz und überführt es nach Kirgisien.

Patrik, vielen Dank vorab für Deine Mühen und gute Fahrt mit Eurer Reisegruppe, die jetzt von der Schweiz nach Kirgisen fährt.