3. Status Spendenaktion über Projekt gegen Kinderarbeit

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MISEREOR Spendenprojekt gegen Kinderarbeit in Indien

Inzwischen bin ich wieder wohlbehalten in meiner Familie in Aerzen angekommen.

Meine Abenteuerreise in Stichworten: Ich bin runde 225 Tage unterwegs gewesen, habe 33.000km auf dem Motorrad zurückgelegt und 17 Ländern durchquert und jetzt glücklich, wieder Zuhause zu sein. Jetzt gilt es, mich wieder einzufinden … und „anzukommen“. Auch eine Herausforderung 🙂 .

Es ist ein guter Zeitpunkt, über den Spendenstatus zu informieren. Es sind inzwischen 4.542€ von Euch gespendet worden. Dafür möchte ich meinen großen Dank auch im Namen von Misereor und der Community in Indien aussprechen.

Eigentlich wollte ich die Spendensammlung zum 31.12.2016 beenden. Aber die Kinderarbeit in Indien und was ich dort vor Ort gesehen habe, lässt mich nicht los. Daher möchte ich die Spendenaktion noch bis zum Oktober 2017 weiter führen und sammeln gegen die Kinderarbeit in Indien.

Bei dieser Spendenaktion unterstützt uns inzwischen auch der Shop  Diveba in der Schweiz, der pro verkauftes Smartphone-Cover einen Schweizer Franken 1 CHF spenden wird.

Im Laufe diesen Jahres möchte ich Vorträge über meine Abenteuerreise halten und im Rahmen dessen auch auf dieses Spendenprojekt hinweisen und Spenden sammeln. Ein Termin liegt bereits fest, am 29.4.2017 werde ich in Belgien auf dem Tesch-Treffen einen Vortrag halten. Über weitere Termine halte ich Euch auf dem Laufenden.

Helft weiter mit und unterstützt dieses Projekt, es ist für mich eine große Motivation. Über jede weitere Spende werden sich die Kinder und Verantwortlichen des Spendenprojektes sehr freuen und es wird ihnen helfen die Projektarbeit zu leisten.

Spendenbutton

Wer bisher noch wenig über das Spendenprojekt in Erfahrung bringen konnte, kann weitere Infos finden unter: Spenden-Projekt.

Und weiter geht’s in Thailand und Laos

Bilder über Thailand und Laos im Videoformat

 

Thailand und Laos in Bildern

Nachdem ich in Indien das Motorrad an eine Spedition übergeben hatte, ging die Reise dann per Flugzeug mit „kleinem Handgepäck“ weiter nach Thailand. Es war schon eine größere Umstellung für mich, jetzt nur mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen und nicht mehr die individuelle Reisemöglichkeit per Motorrad zu genießen.

Da aber die Verkehrmittel (Überlandbusse, Innlandsflüge …) in Thailand wirklich sehr gut ausgebaut und die Thais sehr hilfsbereit sind , ist mir die Umstellung nicht schwer gefallen.

In Bangkok als Mega City hat es mich nicht lange gehalten und ich bin schnell weiter Richtung Pattaya gereist. In Pattaya hatte ich mich mit ein paar Overländern (Amy, Will …) verabredet, die ich in der Mongolei getroffen hatte. Ein guter Anlaufpunkt ist der Plodd Stop, hier kann man gut übernachten und es steht ein Parkplatz für Caravane usw. zur Verfügung und bis zum Hafen zur Verschiffung ist es auch nicht weit.

Nach der Hektik im indischen Kolkata und der Verschiffung meines Motorrades nach Deutschland hatte ich das Bedürfnis, mich in die Natur (Dschungel …) zurückzuziehen, um über die Eindrücke der Natur Entspannung und Ruhe zu finden. Khaosok ganz im Süden von Thailand bot sich dafür geradezu an. Mit einem Nachtbus für 25$ war der rund 800km entfernte Ort schnell erreicht. Nach fünf Tagen Natur pur mit Dschungelwanderung und Flußfahrt war für mich das Ruhebedürfnis gedeckt. Auch hat die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit in Khaosok einen Anteil daran, dass es mich wieder ans Meer und Richtung Bangkok gezogen hat.

Zum 5.11. hatte ich mich mit meiner Frau , sowie unseren Freunden Gunda und Egon in Bangkok verabredet, um 3-4 Wochen gemeinsam Urlaub in Thailand und Laos zu verbringen.

Nach runden 200 Tagen alleine „on Tour“ habe ich mich auf das Wiedersehen unbändig gefreut, auch um Laos und Thailand gemeinsam zu entdecken und die Erlebnisse teilen zu können. Die gemeinsame Zeit in Thailand und Laos ist mir wie im nuh verflogen.

In dem o.a Video habe ich meine Eindrücke eingefangen und aufbereitet.

Nach 225 Tagen bin ich am 26.11.2016 wieder in Aerzen voller Eindrücke und unvergesslichen Erlebnissen angekommen. Ich bin gespannt, wie mir die Umstellung von so einer Reise gelingt und ich mich wieder hier einlebe.

Glücklich wieder Zuhause angekommen

Motorradverschiffung nach Hamburg

Bilder zur Vorbereitung der Schiffsverladung

Am Montag hatte ich um 10:00 einen Termin zur Vorbereitung der Unterlagen für den Versand. Nach 1,5 Stunden waren alle Papiere erstellt und wurden zum Zoll gebracht. Rekordzeit für mein Verständnis und ich hatte nicht mal den Eindruck, dass hier im Sauseschritt gearbeitet wurde.

Nachmittags wurde mein Motorrad für den Versand weiter vorbereitet und erst mal ordentlich gewaschen. Sogar mit Zahnbürste. Dabei bin ich mir aber nicht ganz sicher, ob dass nicht eine Showeinlage extra für mich war, egal, sah gut aus! Anschließend wurde die Maschine mit Kosmetiköl (wahrscheinlich aus irgendeinem Kosmetiktäschchen einer Frau entwendet 😉 ) einbalsamiert und sie glänzte danach wie neu (Ich glaube, Betty fand die Behandlung nicht schlecht.

Um alle Transportauflagen zu erfüllen, musste ich das Motoröl ablassen und noch die Batterie abklemmen. Das Öl vom Kadern und des Winkelgetriebes konnten drinnen bleiben, aufgrund der geringen Menge. Gegen Abend wurde bereits begonnen, die Holzkiste zu bauen.

Am Dienstagmittag hatte ich einen Termin beim Zoll, bei dem die ganzen Dokumente wie Carnet de passage, Pass, Visum  … geprüft wurden. Nach einer halben Stunde war auch das erledigt. Gegen späten Abend  hatte Care Container dann auch schon mein Motorrad in die speziell angefertigte Holzkiste verpackt. Auch das im super Tempo. Motorradverschiffung nach Hamburg weiterlesen

Das plötzliche Ende eines traumhaften Motorradabenteuers in Indien, so kurz vor dem Ziel

Nach den wunderschönen Eindrücken in Sikkim geht es weiter Richtung Myanmar durch riesige Teeplantagen in Westbengalen und weiter in den Bundesstaat Assam. Kurz vor Guwahati fällt meine Kupplung plötzlich aus bzw. ich kann die Kupplung nicht mehr betätigen. Um heute noch zu unserem Hotel in Guwahati zu kommen, muss ich die restlichen 7km ohne Kupplung fahren und mich so durch den Stadtverkehr wurschteln. Lea schirmt mich mit ihrer Maschine von hinten ab, damit der Verkehr mir nicht direkt am Nummernschild hängt oder mir hinten drauf donnert.

Am Abend beratschlage ich mich noch mit dem Werkstattmeister Otto Rabe, um erst mal eine theoretische Analyse vorzunehmen. Der Verdacht fällt schnell auf das Kupplungsausdrücklager. Hr. Rabe gibt mir noch Tipps mit auf den Weg, wie ich das Lager ausbauen kann.

Am anderen Morgen mache ich mich schon vor dem Frühstück an die Arbeit, um den Fehler bzw. die Ursache für den Kupplungsausfall zu finden. Carlos steht mir mit seinen Schrauberkenntnissen mal wieder zur Seite. Aber nach dem Frühstück machen sich Lea und Carlos weiter auf den Weg in Richtung Myanmar. Bis dahin sind es noch runde 500km und 4 Tage Zeit und es müssen zwischendurch noch Registrierungen für den Bundesstaat  Nagaland und Manipur eingeholt werden.

Mit schweren Herzen muss ich zusehen, wie Lea und Carlos aus der Garage des Hotels fahren und aus meinem Blickfeld verschwinden. Bis jetzt bin ich ja noch guter Hoffnung, dass ich den Fehler irgendwie beheben und den Beiden schnellstmöglich folgen kann.

Fehler gefunden, Kupplungsausdrücklager defekt Das plötzliche Ende eines traumhaften Motorradabenteuers in Indien, so kurz vor dem Ziel weiterlesen

Sikkim, das andere Indien

Auf der Fahrt von Pelling nach Namchi z. T. wunderschöne Motorradstrecken, aber manchmal auch nicht ohne wie man sieht.

Aber alles der Reihe nach!

Die nepalesischen „Tiefebene“ ist klimamäßig sehr feucht und heiß (halt tropisch) und dementsprechend für mich als Europäer anstrengend und die Nächte sind nicht wirklich erholsam und daher freue ich mich auf die Berge mit angenehmerem Klima.

Als nächstes Ziel nach Nepal steht das Darjeeling Gebiet in Indien an. Es liegt auf runde 2.000m Höhe und verspricht entsprechend erholsames Klima. Die Strecke nach Darjeeling führt mich von der östlichen Grenze Nepals (Chaarali) nach Siliguri (Westbengalen) über wunderschöne kleine Straßen in die Berge, gesäumt von gepflegten Teeplantagen. Sikkim, das andere Indien weiterlesen

Nepal mit Dschungel-Walk und weiteren Eindrücken

Video Nepal

Bilder von Nepal

Indienmüde:

Nach runde 20 Tagen in Indien stelle ich für mich fest, dass ich ein wenig „Indienmüde“ bin. Was verstehe ich darunter? Die sehr hohe Verkehrsdichte in den Städten und das damit verbundene Gedrängel auf den Straßen; wenn ich irgendwo anhalte, um z. B. ein wenig Obst als Wegzehrung zu kaufen, bin ich im nu von 50 oder mehr Menschen umringt, die mich bestaunen und fragen, wie teuer das Motorrad ist, wo ich her komme ….; die z. T. doch erheblichen Müllansammlungen … machen mich ungeduldig oder auch ärgerlich. Daher wird es Zeit, Indien mal für einen Moment zu verlassen und in ruhigere Fahrwasser zu gelangen. Nepal kommt mir da gerade recht. Es wird auch dem so vielfältigem und schönem Land wie Indien nicht gerecht, über diese „Indienmüdigkeit“ den negativen Blick oberhand gewinnen zu lassen. Nepal mit Dschungel-Walk und weiteren Eindrücken weiterlesen

Besuch in einem Slum in der Nähe von Agra

Bilder aus einem Slum in der Nähe von Agra

Heute war ich in einem Slum in der Nähe von Agra. Die Hilfsorganisation Women and Child Rights  hat mir die Möglichkeit gegeben.

In diesem Slum werden Armringe als Schluck hergestellt. Die Kinder arbeiten 10 – 14 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr wie menschliche Roboter, unfassbar. Sie haben keine Chance, zur Schule zu gehen.

Dilip Sevarthi mit seiner Community kämpft gegen diesen Missstand und das Recht der Kinder auf eine Schulausbildung. Seit 2009 gibt es in Indien das Gesetz gegen Kinderarbeit und die Schulpflicht. Aber bis das Gesetz umgesetzt und eingehalten wird, ist noch ein sehr langer Weg. Besuch in einem Slum in der Nähe von Agra weiterlesen

Motor verliert Oel, zu Besuch in einer Royal Enfield Werkstatt und kleine technische Zwischenbilanz

Bilder zur Motorreparatur

Irgendwo auf der Strecke zwischen Kargil (im Kaschmirgebiet) und Leh habe ich eine Fahrbahnsperrung mit dicken Steinen übersehen und bin voll drüber gerasselt. Erstaunlicherweise haben die Felgen mal wieder nichts abbekommen, aber der Oelwannenschutz hat eine Beule durch einen Stein bekommen. Am zweiten Tag danach sind dicke Oeltropfen unter dem Motorrad zu sehen 🙁 Inzwischen bin ich runde 1.000km weiter gefahren und der Oelverlust wird immer deutlicher. Motor verliert Oel, zu Besuch in einer Royal Enfield Werkstatt und kleine technische Zwischenbilanz weiterlesen

Motorrad-Abenteuer durch Zentral- und Südost-Asien