Motorradverschiffung nach Hamburg

Bilder zur Vorbereitung der Schiffsverladung

Am Montag hatte ich um 10:00 einen Termin zur Vorbereitung der Unterlagen für den Versand. Nach 1,5 Stunden waren alle Papiere erstellt und wurden zum Zoll gebracht. Rekordzeit für mein Verständnis und ich hatte nicht mal den Eindruck, dass hier im Sauseschritt gearbeitet wurde.

Nachmittags wurde mein Motorrad für den Versand weiter vorbereitet und erst mal ordentlich gewaschen. Sogar mit Zahnbürste. Dabei bin ich mir aber nicht ganz sicher, ob dass nicht eine Showeinlage extra für mich war, egal, sah gut aus! Anschließend wurde die Maschine mit Kosmetiköl (wahrscheinlich aus irgendeinem Kosmetiktäschchen einer Frau entwendet 😉 ) einbalsamiert und sie glänzte danach wie neu (Ich glaube, Betty fand die Behandlung nicht schlecht.

Um alle Transportauflagen zu erfüllen, musste ich das Motoröl ablassen und noch die Batterie abklemmen. Das Öl vom Kadern und des Winkelgetriebes konnten drinnen bleiben, aufgrund der geringen Menge. Gegen Abend wurde bereits begonnen, die Holzkiste zu bauen.

Am Dienstagmittag hatte ich einen Termin beim Zoll, bei dem die ganzen Dokumente wie Carnet de passage, Pass, Visum  … geprüft wurden. Nach einer halben Stunde war auch das erledigt. Gegen späten Abend  hatte Care Container dann auch schon mein Motorrad in die speziell angefertigte Holzkiste verpackt. Auch das im super Tempo. Motorradverschiffung nach Hamburg weiterlesen

Das plötzliche Ende eines traumhaften Motorradabenteuers in Indien, so kurz vor dem Ziel

Nach den wunderschönen Eindrücken in Sikkim geht es weiter Richtung Myanmar durch riesige Teeplantagen in Westbengalen und weiter in den Bundesstaat Assam. Kurz vor Guwahati fällt meine Kupplung plötzlich aus bzw. ich kann die Kupplung nicht mehr betätigen. Um heute noch zu unserem Hotel in Guwahati zu kommen, muss ich die restlichen 7km ohne Kupplung fahren und mich so durch den Stadtverkehr wurschteln. Lea schirmt mich mit ihrer Maschine von hinten ab, damit der Verkehr mir nicht direkt am Nummernschild hängt oder mir hinten drauf donnert.

Am Abend beratschlage ich mich noch mit dem Werkstattmeister Otto Rabe, um erst mal eine theoretische Analyse vorzunehmen. Der Verdacht fällt schnell auf das Kupplungsausdrücklager. Hr. Rabe gibt mir noch Tipps mit auf den Weg, wie ich das Lager ausbauen kann.

Am anderen Morgen mache ich mich schon vor dem Frühstück an die Arbeit, um den Fehler bzw. die Ursache für den Kupplungsausfall zu finden. Carlos steht mir mit seinen Schrauberkenntnissen mal wieder zur Seite. Aber nach dem Frühstück machen sich Lea und Carlos weiter auf den Weg in Richtung Myanmar. Bis dahin sind es noch runde 500km und 4 Tage Zeit und es müssen zwischendurch noch Registrierungen für den Bundesstaat  Nagaland und Manipur eingeholt werden.

Mit schweren Herzen muss ich zusehen, wie Lea und Carlos aus der Garage des Hotels fahren und aus meinem Blickfeld verschwinden. Bis jetzt bin ich ja noch guter Hoffnung, dass ich den Fehler irgendwie beheben und den Beiden schnellstmöglich folgen kann.

Fehler gefunden, Kupplungsausdrücklager defekt Das plötzliche Ende eines traumhaften Motorradabenteuers in Indien, so kurz vor dem Ziel weiterlesen

Sikkim, das andere Indien

Auf der Fahrt von Pelling nach Namchi z. T. wunderschöne Motorradstrecken, aber manchmal auch nicht ohne wie man sieht.

Aber alles der Reihe nach!

Die nepalesischen „Tiefebene“ ist klimamäßig sehr feucht und heiß (halt tropisch) und dementsprechend für mich als Europäer anstrengend und die Nächte sind nicht wirklich erholsam und daher freue ich mich auf die Berge mit angenehmerem Klima.

Als nächstes Ziel nach Nepal steht das Darjeeling Gebiet in Indien an. Es liegt auf runde 2.000m Höhe und verspricht entsprechend erholsames Klima. Die Strecke nach Darjeeling führt mich von der östlichen Grenze Nepals (Chaarali) nach Siliguri (Westbengalen) über wunderschöne kleine Straßen in die Berge, gesäumt von gepflegten Teeplantagen. Sikkim, das andere Indien weiterlesen

Nepal mit Dschungel-Walk und weiteren Eindrücken

Video Nepal

Bilder von Nepal

Indienmüde:

Nach runde 20 Tagen in Indien stelle ich für mich fest, dass ich ein wenig „Indienmüde“ bin. Was verstehe ich darunter? Die sehr hohe Verkehrsdichte in den Städten und das damit verbundene Gedrängel auf den Straßen; wenn ich irgendwo anhalte, um z. B. ein wenig Obst als Wegzehrung zu kaufen, bin ich im nu von 50 oder mehr Menschen umringt, die mich bestaunen und fragen, wie teuer das Motorrad ist, wo ich her komme ….; die z. T. doch erheblichen Müllansammlungen … machen mich ungeduldig oder auch ärgerlich. Daher wird es Zeit, Indien mal für einen Moment zu verlassen und in ruhigere Fahrwasser zu gelangen. Nepal kommt mir da gerade recht. Es wird auch dem so vielfältigem und schönem Land wie Indien nicht gerecht, über diese „Indienmüdigkeit“ den negativen Blick oberhand gewinnen zu lassen. Nepal mit Dschungel-Walk und weiteren Eindrücken weiterlesen

Besuch in einem Slum in der Nähe von Agra

Bilder aus einem Slum in der Nähe von Agra

Heute war ich in einem Slum in der Nähe von Agra. Die Hilfsorganisation Women and Child Rights  hat mir die Möglichkeit gegeben.

In diesem Slum werden Armringe als Schluck hergestellt. Die Kinder arbeiten 10 – 14 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr wie menschliche Roboter, unfassbar. Sie haben keine Chance, zur Schule zu gehen.

Dilip Sevarthi mit seiner Community kämpft gegen diesen Missstand und das Recht der Kinder auf eine Schulausbildung. Seit 2009 gibt es in Indien das Gesetz gegen Kinderarbeit und die Schulpflicht. Aber bis das Gesetz umgesetzt und eingehalten wird, ist noch ein sehr langer Weg. Besuch in einem Slum in der Nähe von Agra weiterlesen

Motor verliert Oel, zu Besuch in einer Royal Enfield Werkstatt und kleine technische Zwischenbilanz

Bilder zur Motorreparatur

Irgendwo auf der Strecke zwischen Kargil (im Kaschmirgebiet) und Leh habe ich eine Fahrbahnsperrung mit dicken Steinen übersehen und bin voll drüber gerasselt. Erstaunlicherweise haben die Felgen mal wieder nichts abbekommen, aber der Oelwannenschutz hat eine Beule durch einen Stein bekommen. Am zweiten Tag danach sind dicke Oeltropfen unter dem Motorrad zu sehen 🙁 Inzwischen bin ich runde 1.000km weiter gefahren und der Oelverlust wird immer deutlicher. Motor verliert Oel, zu Besuch in einer Royal Enfield Werkstatt und kleine technische Zwischenbilanz weiterlesen

Kaschmirgebiet und Srinagar

Srinagar mit starkem Militär- und PolizeiaufkommenGrenzformalitäten

Der Grenzübergang von Pakistan nach Indien verlief von der pakistanischen Seite recht unproblematisch und nach einer halben Stunde war alles erledigt und ich stand an der indischen Grenze.

Der Zoll und die Grenzformalitäten auf der indischen Seite haben mir satte 3 Stunden gekostet. Angefangen damit, dass ich beim Zoll nach einem Satelliten-Telefon gefragt werde und der Zoll meinen SPOT GPS – Tracker entdeckt hat. Großes Problem, der Zoll kann dieses Gerät nicht einschätzen und hat es noch nie gesehen. Nachdem sich die Chefs auf der dritten oder vierten Ebene oberhalb des Inspektors damit beschäftigt haben und ich immer wieder darstelle, dass es kein Telefon ist, geht es nach 1,5 Stunden weiter zu Immigrationsbehörde. An der Immigrationsbehörde wird natürlich mein Pass kontrolliert und es wird doch gleich festgestellt, dass in dem Pass mit dem Indien Visum keine Ein- und Ausreisestempel von Pakistan enthalten sind. Ich lege meinen 2 Pass mit den Stempeln von Pakistan vor. Wieder große Verwirrung und Misstrauen. So was hat man hier auch noch nicht gesehen. Eine Person und zwei Pässe und es dauert wieder 1,5 Stunden und nach intensiver Befragung, wie ich denn an diesen zweiten Pass komme habe ich es dann geschafft. Ich bin in Indien. Wow, Indien, dem Hochtechnologieland und seinen Extremen. Kaschmirgebiet und Srinagar weiterlesen

Nachtrag Pakistan: Verkehrsrally nach Islamabad und in Lahore

Video über Verkehrsrally in Pakistan

Straßenverkehr in Pakistan

Der Verkehr in Pakistan (Iran …) funktioniert nach ganz eigenen Regeln, jeder fährt so gut wie er kann. Daher brauchst du als Verkehrsteilnehmer 3 Dinge:

  1. Eine gute Hupe (ich habe 135dB Hupe, die Krach wie ein Truck macht)
  2. Gute Bremsen und
  3. eine Portion Glück

In diesem Verkehr muss man mit allem rechnen, wie Tiere auf der Straße, es wird überholt, obwohl Gegenverkehr da ist, es wird rechts oder links oder mitten durch überholt, auf der Autobahn treten regelmäßig Geisterfahrer auf, es können immer Fahrzeuge von rechts oder links auf deine Fahrbahn einbiegen … Die Folge ist, der Verkehr fließt nicht so schnell wie in Deutschland, fast alle fahren defensiv und alle haben große Sorge, ihr heiliges Blechle zu beschädigen.

Nachdem ich das kapiert hatte, hat es mir richtig Spaß gemacht, in diesem Verkehr mit zu wetzen 🙂

Hoffe das Glück bleibt mir weiterhin hold und mein Schutzengel kann jederzeit schnell genug fliegen.

Motorrad-Abenteuer durch Zentral- und Südost-Asien